Zeitplan Sparkassen German Friendships 25. - 30. Juli 2017

Emotionales Finish der Friendships-Woche

30. Juli 2017

Die letzte Ehrenrunde liefen sie ohne Pferd. Zu den Klängen von „Take me home country roads“ setzten sich die Teilnehmer der zehnten Sparkassen German Friendships zu Fuß in Galopp. Sie umkreisten den Bexter Globus, und jetzt kehren sie wieder zurück in ihre Heimatländer. Für Brayden Aarts und Leeshelle Small ist das Ziel 18.400 Kilometer weit weg in Neuseeland, „einmal um die ganze Welt“. Unzählige bunte Luftballons sind ihnen vom Bexter Hof vorausgeflogen.

 

Nichts spiegelt die Entwicklung der Friendships Woche deutlicher wider als die offiziellen Feiern zur Eröffnung und zum Ende. Liefen die Teilnehmer der einzelnen Länder zu Beginn noch mit ihren Landsleuten hinter dem Schild ihrer Nation her so reihten sich beim Abschied die deutschen Team-Partner neben ihnen ein. Alle sind Gewinner geworden und Zeremonien-Meister begleitete die Sieger ein letztes Mal in die Arena.

Nationalhymne, Ehrenpreise, Siegerschleifen - die Ehrungen der Gesamtsieger bildete den Höhepunkt der Woche sportlicher Begegnungen. Die Hymne von Guatemala erklang für Lukene Arenas Saravio, die mit 236.5 Punkten vor Stella Reipert (229.5) und Emelie Pieper erfolgreichste Reiterin bei den Junioren geworden ist. Gemeinsam mit Vicky Venschott aus Greven hat die Guatemaltekin auch die Team-Wertung gewonnen. Als Team „Chiara“ haben sie 110 Punkte gesammelt. Sie lagen damit vor Johann Westendarp und Issam Haddad aus dem Libanon und Constanze Nachtsheim mit ihrer australischen Partnerin Jessie Rice-Ward. Bei den 12- bis 14jährigen in der Altersgruppe der Children wurde die deutsche Hymne für Malin Reipert aufgelegt. Die 13jährige hat mit 216.5 Punkten in der Einzelwertung gesiegt vor Leeshelle Small (208) und Hannah Smith. Die Britin, die für Frankreich gestartet ist hörte die Marseillaise für ihren Sieg in der Team-Wertung gemeinsam mit Merit Brassel. Auf der Silber-Seite des Podiums standen Malin Reipert und Paige Goetsch aus Südafrika, und den Bronze-Platz belegte die zweite südafrikanische Kombination aus Johann Wilwerscheid und Matthew Morrison.

Zum zehnten Jubiläum erinnerte der Vorsitzende des Fördervereins German Friendships, Prof. Dr.Dr.hc Reinhard Körfer an die Anfänge des Turniers. „Wir haben uns gefreut auf die Gründung dieses Vereins. Nicht weil sieben Leute in Deutschland immer gleich einen Verein gründen müssen sondern weil die Idee nicht auf Profit ausgerichtet ist sondern nur darauf, den Gedanken der Freundschaft weiterzutragen.“ Von höchster Stelle in der deutschen Reiterwelt bescheinigte der Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Sönke Lauterbach, dass die German Friendships tatsächlich weltweit einmalig sind. „Ich bin viel unterwegs und höre oft von Aachen, aber genauso oft auch von den Sparkassen German Friendships.“ Unter Freunden und Kollegen, nämlich aus den Zeiten als Lars Meyer zu Bexten noch im Bundestrainer –Amt war, bescheinigte Lauterbach dem Turnierleiter auch, dass er „seine Feuertaufe mit Bravour bestanden“ habe.

Zum Schluss sprachen Blumen. Rosen gab es für die Reiter zum Abschied, und so liefen sie nicht mit leeren Händen, nachdem sie ihre bunten Luftballons in Trauben entlassen hatten. Der starke Wind blies in Richtung Nordost. Vielleicht wird Ignas Makarauskas sie sehen aus dem Fenster des Flugzeugs, das ihn zurück nach Litauen bringt.

Malin Reipert mit Paige Goetsch (RSA)

Stella Reipert (r.) mit Madison Hildermann

Sportliches Finale als Familiensache

30.Juli 201

Und der Sieger ist…. die Freundschaft. “Friendships not Championships” ist das Motto der internationalen Jugendbegegnung der Sparkassen German Friendships. Am letzten Tag der intensiven Woche auf dem Bexter-Hof in Herford wurde daraus ein „Championat in Freundschaft“. Alle fieberten für jeden mit als die deutsch-internationalen Teams mit großem sportlichem Ehrgeiz das letzte Springen in den beiden Altersklassen austrugen.

Am aufregendsten war der Finaltag für die Familie Reipert aus Glimbach bei Aachen. Mit zwei Kindern zum ersten Mal in Herford am Start und beide Töchter führten am Sonntag die Ehrenrunden in ihren Altersklassen an. Aber daran haben die Reiperts sich ja gewöhnen können im Laufe der Prüfungen seit Freitag. Malin (13) war mit ihrer Partnerin Paige Goetsch aus Südafrika in allen drei Springen der Children-Klasse vorne gewesen und Stella hat am Sonntag mit der Kanadierin Madison Hildermann gewonnen.

Malin musste erst noch Stollen tauschen, aber dann haben sie und Paige überlegen auch das dritte Springen der Children-Serie gewonnen. Als Team „Hello Forever“ siegten sie mit zwei fehlerfreien Ritten in 78.69 Sekunden Gesamtzeit aus der Siegerrunde. Diese Zeit blieb unerreicht. Johann Wilwerscheid (Meckenheim) und Matthew Morrison aus Südafrika hatten 84.94 Sekunden vorgelegt und endeten damit auf Platz zwei.  Inga Austerschmidt (Delbrück)  und Ashlee Lee Taylor aus Südafrika als drittes fehlerfreies Paar in der Siegerrunde blieben auf Platz drei.

Bei den Junioren siegte die ältere Schwester Stella Reipert (15) mit der feinen Scheckstute Skyla AP, während Madison Hilderman Malyns Grand Galopin gesattelt hatte. Bei den Siegern stoppte die Uhr auf 90.41 Sekunden. Daran konnten Constanze Nachtsheim (Würselen) und Jessie Rice-Ward aus Sydney in Australien nicht mehr tippen. Sie blieben mit 94.12 Sekunden auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von Matthis Westendarp (Rulle) und seinem libanesischen Partner Issam Haddad (94,88). Haddad ist wie viele andere ein „Wiederholungstäter“ in Sachen German Friendships. Er ist aus Beirut bereits zum dritten Mal nach Herford gekommen und fliegt auch sofort wieder zurück. „Das Leben dort ist kein Problem – aber vielleicht bin ich ja auch daran gewöhnt.“

Wiederholungstäter wollen auch die Reiperts werden. Das hat der Familienrat schon beschlossen. „Wir hatten Glück, dass wir zwei so gute Team-Partner zugelost bekamen. Beide ritten sehr gut und mit viel Gefühl,“ sagt der Vater Thomas Reipert, der als Coach im Einsatz war. Bei der Lösung der Logistik musste seine Frau auch noch mithelfen. Denn um alle Pferde nach Herford zu schaffen, waren der Lkw für drei und ein Pkw mit Anhänger im Einsatz. Zumindest gibt es im Stall eine neue Kollektion an Decken, denn Malin allein hat für ihre drei Team-Siege gleich sechs Stück gewonnen. „Wir haben zu Hause ja auch noch andere Pferde,“ bewerten die Schwestern den Überfluss.

Siegerehrung von Jump and Run als : Ulrich und Lars Meyer zu Bexten mit der Familie Müter vom Elmgestüt "Drei Eichen", die den Show Abend als Sponsoren unterstützt hat. "Superman und Superwoman", Sträfling und Polizist und die Tele-Tubbies sind aufmarschiert.

Die Mischung macht's - Gutes Rezept auch beim Show-Abend

29. Juli 2017

Ein Olympia-Sieger im Frack reitet Dressur auf einem Springturnier, und dann sagt der „Das ist einfach supergeil“. Hubertus Schmidt meinte den Galopp seiner Hengstes Escolar, aber das Urteil trifft auch den ganzen Samstag Abend im Zeichen von Show und Sport und Spaß. Die Mischung macht’s. So funktioniert das ganze Sparkassen German Friendships Turnier, und so begeisterte auch das Show Programm das Publikum auf dem Bexter-Hof. „Phänomenale Entwicklung“ bescheinigte Schmidt dem Turnier der Familie Meyer zu Bexter, zwölf Jahre nach seinem ersten Auftritt bei den Friendships.

Bunt und abwechslungsreich war das Programm mit zwei Olympiasiegern und quer durch viele Facetten des Reitsports. Hubertus Schmidt ließ die Zuschauer teilhaben an einem Training der Extraklasse mit seinem Hengst Escolar. „Das beste Pferd, das ich je hatte“ bescheinigte der Ostwestfale aus Borchen-Etteln dem 8jährigen Hengst, der auf dem  großen Herforder Rasenplatz seine Nervosität im Zaum zu halten lernte. Das wollte jeder gerne glauben, der die Bewegungen des Braunen beobachtete, der auch als Deckhengst aktiv ist und als Vererber bei der Westfalen-Woche in Münster brilliert hat. „Zwölf Staatsprämienstuten von 60“, hat Fördervereins-Mitglied Dr. Reinhard Göhner nachgezählt, der selber Pferde züchtet. Der zweite Olympiasieger als Stargast setzte wieder andere Akzente. Frank Ostholt, frischgebackener Bundestrainer  der Jungen Reiter,  zeigte mit seinem französischen Halbblüter wie man „fast & furious“ schräg oder schmal über Hindernisse springt. Selbst einen Plastik-Stuhl zog der Fuchs locker an. „Ein Vielseitigkeitspferd muss selber den Sprung suchen“, lernten die Springreiter unter den Zuschauern.

Der „Edel-Friendships-Reiter“ Alexander Hufenstuhl gewann die Siegerrunde der Friends Forever Reiter zum Auftakt des Show Abends. Wohl kaum einer reitet länger und häufiger auf dem Bexter Hof bei diesem Turnier. Der Lindlarer blieb ohne Fehler in beiden Umläufen und fegte mit Chacira in 41,6 Sekunden durch das Stechen. Auf Platz zwei knapp geschlagen mit 0/43.57 stand Steffen Eikenkötter mit Sir Sandro BS gefolgt von Antonia Neuburg mit Prestige (0/4465) – auch diese beiden sind langjährige „Altgediente“.

Irische Musik und dazu tanzten ein Reitpony, ein Knabstrupper Hengst und vier Ballett-Tänzerinnen. Auch das wirkte auf dem Rasen vor dem Bexter Hof bevor wieder umgeschaltet wurde zum „Jump and Run“ bei dem drei Paare oder eigentlich Trios aus Pferd und Reiter und einem Läufer zu Fuß über Hindernisse gegeneinander antraten. Superman und Superwoman gegen einen Sträfling mit Polizist und zum Schluß die Teletubbies in einer Persiflage – das gibt es nur in Herford. Und zum Finale servierte Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten 50 Liter Freibier beim Nationen-Preis ohne Pferd zugunsten der caritativen Organisation „Just World“. Auch das passt in die Mischung nach Ostwestfalen-Art.  

Nicht nur Louisa mag "Kibaz mit Pony"

29.Juli 2017

„Das mit dem Reiten“ hat der kleinen Louisa am besten gefallen. Die Fünfjährige war eine von vielen Bewerbern für das „Kibaz“, das am Samstag Nachmittag die Reithalle am Bexter Hof zum Beben brachte.  Ganz neu ist dieses Angebot „Kibaz mit Pony“. Das ist ein Kinder-Bewegungsabzeichen der Sportjugend NRW, bei dem sich die Kleinsten, die noch nicht zur Schule gehen mit Ponies und am Boden verschiedenen Aufgaben stellen. Zehn Stationen hatte Claudia Dornhoff, Reitlehrerin des RV „von Lützow“ Herford, für die mehr vals 60 Teilnehmer dafür entwickelt. Sehen, hören, fühlen, wie sich ein Pferd bewegt, das kann man am besten, wenn man drauf sitzt. Das hat auch Louisa gleich gemerkt. Aber auch die anderen Stationen machten den Kindern Spaß, Sackhüpfen zu zweit in einem Beutel oder auf einem dicken Ball hüpfen. Eltern und Großeltern fanden es genauso interessant wie die kleinen Akteure.

Vielleicht wurden am Samstag auch schon Herforder Reitertraditionen fortgeschrieben. Unter den „Kibaz“-Kindern war auch Carl Meyer zu Hartum (5), Stammhalter von Springreiter Florian und Enkel von Gustav Meyer zu Hartum, langjähriger Vorsitzender des Vereins „von Lützow“ und Mitglied im Förderverein der German Friendships.

Start-Ziel-Sieg für Greven-Guatemala

29.Juli 2017

Das hat Nerven gekostet. Als erste Starter haben Vicky Venschott (RV Greven) und Lukene Arena Saravia aus Guatemala bei den Junioren eine top Runde abgeliefert, und dann mussten sie zittern ob die Führung hält. Am Ende konnte keines der 26 anderen Paare ihre 126.12 Sekunden schlagen.

Auf dem zweiten Platz rangierte das Team Ursula aus Felix-Maximilian Braun (Kaiserslautern) und Emma Barrow aus Südafrika (0.00/131.03) gefolgt von Jona Zwernemann (Gut Neuhaus Grevenbroich) mit Victoria Yang aus Singapore.

„Wir haben erst die Pferde versorgt und ein bisschen zugeguckt. Aber die besten von gestern kamen ja erst zum Schluß.. Dass es dann gereicht hat, ist voll cool“, beschreibt Vicky Venschott als Friendships-Expertin die Achterbahn der Gefühle. Sie ist bereits zum dritten Mal in Herford beim Championat in Freundschaft am Start. Die Favoriten hatten Pech: Die Sieger von Freitag kassierten fünf Strafpunkte inklusive Zeitfehler und das Team Shutterfly als letzte Starter hätten die Siegerzeit schlagen können, aber verzeichneten drei Abwürfe.

In der zweiten Runde hatte Parcours-Chef Holle die Schwierigkeiten deutlich angehoben. Nur sieben Paare blieben fehlerfrei.

Held des Tages unter Schmerzen im Ziel

29. Juli 2017

Der Held des Tages steht auf Platz elf. Unter Schmerzen hat Mick Haunhorst ((RV Hagen)  den Team-Gedanken der German Friendships umgesetzt.  Mit gebrochenem Arm und im Ziel weinend vor Schmerzen hat der 13jährige eine fehlerfreie Runde hingelegt in der Children-Entscheidung. „Ich musste doch starten, denn sonst hätte meine Partnerin aus der Schweiz nicht reiten können,“ hat er sich tapfer zusammengerissen und ist erst nach dem Ritt zum Röntgen gefahren.

Bei den Siegern lief alles nach Plan. „Das wiederholen wir“, hatten Paige Goetsch aus Südafrika und Malin Reipert (RV Ratheim) schon am Freitag nach ihrem ersten Sieg angekündigt und am Samstag hat das Team  „Hello Forever“ wieder gewonnen. Mit zwei schnellen Null-Runden kamen die beiden Mädchen in 113.81 Sekunden Gesamtzeit ins Ziel. Aber es wird ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, denn auf Platz zwei rangiert die zweite deutsch-südafrikanische Kombination aus Matthew Morrison und Johann Wilwerscheid (Meckenheimer RV) – 0/119.52.

Ein prominenter Name auf Platz drei: Antonio Johannpeter Cirne Lima, Neffe des Olympiareiters Andre Johannpeter aus Brasilien und sein Partner Mattis Johannsen (PSG Hörup) blieben ebenfalls fehlerfrei und sind auch in der Zwischenwertung dritte.

Die schnellste Kombination mit einem Abwurf waren Hannah Smith und Merit Bressel (RV Neuenstein) als sechste. Das besonders internationale Element bei diesem Paar: Hannah ist Engländerin, die in Frankreich lebt und für ihre deutsche Partnerin Merit ein Pferd aus dem Nachbarland mitgebracht hat. Auch ihr Coach und Vater hat einen großen Namen im Sport. Scott Smith ist für England bei den Weltreiterspielen und in Nationen-Preisen gestartet.  In der Zwischenwertung vor dem Finale am Sonntag rangieren die beiden als Team „Levisto Z“ auf Platz vier

Konfetti-Bombe zur Eröffnung der Friendship Games

28. Juli 2017

“Die zehnten Bexter Games are open.“ Nach dem „Final Countdown“ des Trompeters explodierte die Konfetti-Bombe und dann schepperten die Hufeisen. Von allen Seiten stürmten die jungen Reiter aus aller Welt in die Mitte der Arena und brachten ihre eisernen Gastgeschenke für die Familie Meyer zu Bexten. Daraus wird dann der nächste Bexter-Globus gebaut – das Symbol für internationale Freundschaft und Liebe zum Pferdesport.

Der fröhliche Einmarsch der Nationen markierte die feierliche Eröffnung dieser internationalen Jugend-Begegnung zu Pferd, die jetzt volljährig geworden ist. Als die Welt noch analog war – vor 18 Jahren -  fand die Premiere unter dem Motto „Friendships not Championships statt. In  diesem Jahr zum zehnten Jubiläum wird die Idee digital als „Hashtag“ #  um die Welt geschickt. Aber vorher tanzten die Teilnehmer ganz real hinter ihrem Nationenschild auf den Platz, zu landestypischer Musik und oft in der bunten Tracht ihres Landes. Chinesische Flötenmusik, große mexikanische Hüte, die dänische Delegation in rot weiß und der kleine Ignas Makarauskas in der bäuerlichen Tracht Litauens – es war ein buntes internationales Bild von dem nicht nur die beiden japanischen Reiterinnen in Trippelschritten im Kimono in Erinnerung bleiben. „Eines der größten Events in der Region“ stellte der Herforder Bürgermeister Tim Kähler heraus. Er sieht die German Friendships als Symbol für eine geeinte Welt. „Ohne Frieden und Respekt können wir keine Zukunft bauen.“

Lars Meyer zu Bexten als Turnierleiter gratulierte den Reitern, die am Freitag zum ersten Mal in die große Arena eingeritten waren. „Ihr habt einen tollen Job gemacht und könnt stolz auf Euch sein. Jetzt kommt es darauf an, Euch gegenseitig zu unterstützen – und natürlich gemeinsam zu feiern.“ Bei der anschließenden German Friendships Party bestand dazu die beste Gelegenheit.

Lob von Bundestrainer Seemann

28. Juli 2017

„Das Flair eines großen internationalen Turniers, heruntergebrochen auf die Leistung von Kindern.“ Für Bundestrainer Eberhard Seemann sind die Sparkassen German Friendships eine „großartige Vorbereitung“ auf höhere Anforderungen im Sport.

In Kameradschaft zum Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten, den er im Amt des Bundestrainers für die Altersgruppe Children abgelöst hat, war Seemann am Freitag Gast auf dem Bexterhof. Mit Interesse beobachtete er die ersten Prüfungen.

„Dass hier der Teamgedanke im Vordergrund steht, gefällt mir ganz besonders“, sagte Seemann. „Hier zählt nicht nur besser zu sein als alle anderen sondern sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.“ Dabei ließ er durchblicken, dass ihm das auch als Trainer hilft. „Schlechte Stimmung untereinander beeinflusst die Leistung.“

Darauf kommt es in Kürze erneut an bei der Europameisterschaft. Seemann nutzte den Tag in Herford auch zur Beobachtung der Schützlinge mit denen er in der kommenden Woche in die Slowakei fährt. Zwar sind die Anforderungen bei den Friendships niedriger, „aber gemessen an den Anforderungen mit geliehenen Pferden völlig angemessen.“

Die erste Children-Runde geht an Südafrika

28. Juli 2017

Vuvuzelas hätten gepasst zu dieser Aufholjagd: Zwei deutsch-südafrikanische Kombinationen auf dem Podium nach der ersten Runde der Children bei den Sparkassen German Friendships. Das Team aus Paige Goetsch und Malin Reipert startete als letzte und rollte das Feld von hinten auf. Mit zwei fehlerfreien Runden in  der mit Abstand schnellsten Zeit von 101.57 Sekunden sicherten sich die beiden den Sieg vor Deutschland-Frankreich und der zweiten Paarung von der Südhalbkugel.

„Den schaffe ich auch noch“, beschrieb Malin Reichert (13) ihre Gedanken vor dem letzten Oxer. Ihre Partnerin Paige ist 15 Jahre alt und hat sich sofort angefreundet mit Malins Stute Landra. „Sie ist flotter als meine Pferde zu Hause, aber macht Spaß. Wir passen zusammen.“ Der Plan für Samstag steht für beide schon fest. „Wir wollen das wiederholen.“

Elf Sprünge hatte Parcourschef Klaus Holle den 12 bis 15-jährigen in den Weg gestellt. Zwölf fehlerfreie Teams sahen die Richter auf dem Bexter Hof. Nur zwei Teams konnten nicht gewertet werden. Am ärgerlichsten war das Missgeschick der ersten Starter, denen ein falscher Sprung im  Weg stand.

Erste Sieger-Hymne für Neuseeland

28. Juli 2017

Wie die Profis! Artig drehten die Sieger Braydon Aarts und Paul Ripploh ihre Pferde Lapolero und Chevalier de Blue um und nahmen Blickrichtung auf die Fahnenmasten bei den Sparkassen German Friendships. Für Neuseeland und Deutschland erklangen die ersten Nationalhymnen des internationalen Jugend-Springturniers auf dem Bexter Hof. Mit zwei Null-Runden und der schnellsten Gesamtzeit von 132.92 Sekunden haben die beiden 15jährigen die erste Qualifikation der Junioren gewonnen vor dem deutsch-kanadischen Team „Shutterfly“ auf dem zweiten und der deutsch-libanesischen Kombination „Lennox“ auf dem dritten Platz.

Die beiden Sieger sind auch keine Anfänger. „Braydon ist einer der besten Junioren in Neuseeland und startet schon in höheren Klassen. Er will bald in einem deutschen Turnierstall  arbeiten“, weiß Paul bereits über seinen Partner. Die beiden haben sich schon gut kennengelernt, denn sie sind beide gemeinsam als „Gastkinder“ bei einem Hausvater untergebracht. Sie teilen also nicht nur die Zeit auf dem Turnierplatz und die Pferdepflege miteinander und Paul schmiedet bereits Reisepläne nach Neuseeland im Dezember.

Sieben Paare blieben fehlerfrei über die zehn Hindernisse mit einer Zweier-Kombination. Vier Paare hatten Pech, weil einer der beiden Reiter stürzte. Alle Unfälle verliefen glimpflich und schweißten die Teams nur noch besser zusammen. „Ich habe vorher noch gelästert,“ ärgerte sich Leila Bingold , die ein Scheuen ihres Pferdes nicht aussitzen konnte. Ihre kanadische Partnerin Jenna Lee Gottschlich, die mit ihren Eltern aus Edmonton angereist ist, war fehlerfrei geblieben und nahm das Pech  gelassen. „Morgen ist ein neuer Tag.“

Friendships-Gäste im Rathaus empfangen

27. Juli 2017

Wichtiger Auftrag für Louisdor und Lord: Die beiden Braunen im Gespann zogen am Donnerstag die erste von sechs Kutschen mit den Honoratioren der Sparkassen German Friendships auf den Rathausplatz zum Empfang für die internationalen Gäste. Der Herforder Bürgermeister Tim Kähler erwartete die Delegation vor dem 100jährigen Rathaus und begrüßte die jungen Reiter aus 25 Ländern mit ihren Eltern und Trainern.

Dreisprachig entschuldigte der Bürgermeister die Schirmherrin der Friendships-Veranstaltung, Dr. Ursula von der Leyen, die kurzfristig absagen musste wegen anderer Verpflichtungen als Verteidigungsministerin. „Ich bin sicher, sie wäre lieber hier gewesen. Aber heute muss sie bei der Truppe und den Hinterbliebenen sein“, erklärte Kähler das Fehlen der Schirmherrin in dem historischen Saal, wo sie schon vier Mal zuvor die Friendships-Reiter eingestimmt hat auf die am Freitag beginnenden sportlichen Begegnungen. „Sport verlangt Können, ohne Ansehen von Herkunft und Sprache“, hob Kähler die Bedeutung des Reitturniers hervor, das jetzt zum zehnten Mal seine Hansestadt Herford in den Mittelpunkt der Reitsport-Welt rückt.

Neu auf der Rednerliste im Rathaus stand Lars Meyer zu Bexten, der als Turnierleiter seinen Vater Ulrich auch bei diesem Auftritt abgelöst hat. Er teilte mit den jungen Zuhörern ein Gespräch, das er am Mittwoch mit dem Sieger des ATCO-Cup geführt hat. Nayel Nassar habe immer von so einer Siegerehrung geträumt wie am Mittwoch: mit Podest und Nationalhymne und Champagner-Dusche. „Ihr seht, man muss sich große Ziele setzen und hart dafür arbeiten. Dann können sie wahr werden.“

Von großen Zielen sprach auch der Kanadier Ben Asselin, der als Zwölfjähriger die Friendships als Team-Reiter erlebt hat und jetzt mit seinem damaligen Reitpartner Juan Jose aus Mexico immer noch nahezu täglich von ihrer beider Ziel spricht: „Olympia 2020.“ Am Mittwoch startete er im „Return of the Champions“-Springen und überreichte anschließend den von seiner Familie gestifteten ATCO Cup.

Die beiden letzten Rednerinnen haben ein erstes großes Ziel bereits erreicht. Anya Bereznicki und Kyara Semrau aus Kanada haben bei der Nordamerikanischen Championship der Children in New York bereits Silber und Bronze gewonnen. Als Fünfjährige habe sie zum ersten Mal von den Friendships in Herford gehört und sich seither gewünscht hier mitreiten zu können. Mit vor Aufregung kleiner Stimme dankten die beiden Mädchen den Sponsoren, die für viele Kinder die Reise nach Herford erst möglich gemacht haben.

Wie in alten Zeiten

26. Juli 2017

Prominenten-Treffen am Rande des Turnierplatzes auf dem Bexter Hof: Olympia-Reiter Lutz Gössing (79) aus Steinhagen – zunächst in der Vielseitigkeit und dann umgesattelt auf Springen - traf Dieter Ludwig, die graue Eminenz der Sport-Journalisten, ehemals „Mr. S i d“ für  Sport Informationsdienst. Auch im Alter von 80 Jahren ist Ludwig interessiert am Springsport und verfolgt auch das Geschehen bei den German Friendships sehr intensiv. Der Parcours-Designer Frank Rothenberger -  gerade frisch aus Aachen zurück - hört zu, wenn von „alten Zeiten“ die Rede ist.

In Gedanken an Seoul

26.Juli 2017

Wiedersehen bei den Friendships: Bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 waren Olaf Petersen und Karsten Huck gemeinsam „am Start“. Olaf Petersen hat den Parcours gebaut und Karsten Huck hat mit Nepomuk im Einzelspringen die Bronze-Medaille über Petersens Sprünge gewonnen. Jetzt ist Petersen Unterstützer seiner Tochter Louisa, die mit Carolina Solakoff (USA) ein Team bildet. Der Reitmeister Huck coachte die jungen Reiter im Rahmen des Top Ten Trainings. „Als ob es gestern gewesen wäre…“

ATCO Cup an Nayel Nassar - "Goldenes" für von Kanne

26. Juli 2017

Champagner-Duschen auf dem Bexter Hof beim 3*** S-Springen „Return of the Champions“. Der „Millionen-Reiter“ Nayel Nassar mit Dee Jee sicherte sich den ATCO Cup zum sportlichen Auftakt der Sparkassen German Friendships am Mittwoch. Mit vollem Risiko attackierte der Ägypter die sechs Hindernisse in der Siegerrunde und unterbot mit 36,59 Sekunden die Zeit von Isabelle Gerfer (RV Kurtscheid) mit Ironie du Bois Halleux (0/37,35). Platz 3 ging an Steffen Eikenkötter und Sir Sando BS.

Freudentränen flossen bei Ann-Cathrine von Kanne und ihrem Begleit-Troß für die fehlerfreie Runde, die ihr Platz fünf einbrachte. Damit hat die Amazone aus Steinheim die Bedingungen für das Goldene Reitabzeichen erfüllt. 1999 bei den ersten German Friendships ist sie als Team-Reiter gestartet, und zum zehnten Jubiläum machte sie sich mit der braunen Stute Funny Fashion selbst das schönste Geschenk. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich meine Nerven im Griff behalte“, sagte die Amazone, die mit einem Abwurf in der ersten Runde noch so eben das Finale erreicht hatte, aber dann „voll cool“ alle Stangen oben ließ. Sieben Reiter hatten die Siegerrunde erreicht.

Erleichterung auch bei den Veranstaltern. Der Platz hat gehalten und die ausgiebigen Regenfälle der Vortage gut weggesteckt. Die systematische Pflege mit regelmäßigem Lochen und Sanden der ehemaligen Pferdeweide vor dem historischen Hofgebäude hat sich ausgezahlt. „Wir haben alle ein großes Strahlen im Gesicht. Zum Glück hat der Regen aufgehört und wir sind gut gestartet“, betonte der Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten zufrieden. Sein Freund und Nachbar Markus Brinkmann – nach einer Sturzverletzung immer noch Zuschauer – bestätigte ihn: „Die Bedingungen sind extra-klasse.“

Tipps von Top Trainern zum Auftakt

26. Juli 2017

Was für ein Kompliment! „Du siehst aus wie Markus Ehning“, lobte der Kanadier Ben Asselin den kleinen Tom Goebel beim „Top Ten Training“ zum Auftakt der Sparkassen German Friendships in Herford. Kerzengerade sitzt der 12jährige aus Ellenz im Rheinland auf seinem Wallach und führt den braunen Amoucheur konzentriert auf den Oxer zu. Hopp und locker drüber, wie sein Vorbild, der Olympiareiter. „Den Vergleich habe ich schon mal gehört“, gibt sich der Blondschopf Tom bescheiden.

Unterricht von Derbysiegern, Weltmeistern und Olympiareitern – dieser Auftakt der Sparkassen German Friendships ist schon ein erster Höhepunkt für die jungen Reiter, die ab Freitag im Team mit einem ausländischen Partner das Turnier bestreiten. Für die Gäste aus dem Ausland ist das Training doppelt aufregend, weil sie auf Pferden antreten, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden und die sie jetzt erst kennenlernen müssen. Tom Goebel reitet mit Daneli Miron aus Brasilien. Sie ist ein Jahr älter als er, und er hat ihr seine junge Schimmelstute zur Verfügung gestellt. „Die ist einfacher zu reiten und ich kenne Amoucheur besser.“ Trotzdem muss sich Daneli schwer umstellen. „Mein Pferd zu Hause geht ganz anders.“ Aber auch sie kommt gut zurecht mit Castielle und freut sich auf die kommenden Wettkämpfe.

Unterricht auf Englisch ist für beide kein Problem, denn Daneli besucht in Brasilien eine amerikanische Schule und Tom ist ein guter Schüler. Da ist es für Toms Vater Arnold schon schwieriger. „Ich habe mein English vor 40 Jahren zum letzten Mal gebraucht.“

Für den nordamerikanischen Jugendmeister Ben Asselin ist der Trainer-Einsatz auf dem Bexter Hof ein Wechsel auf die andere Seite. Als Kind ist er selber als Friendships-Reiter auf dem Bexter Hof gestartet. „Es ist schön wieder hier zu sein. Ich habe hier so viele Leute kennengelernt, und das war hier der Anfang meiner internationalen Reiterei.“ Sein Urteil über Tom war nicht nur so dahin gesagt. „Er hat einen sehr guten Sitz und ein gutes Gefühl für die Distanzen. Wenn er noch ein bisschen mehr an den Grundlagen arbeitet, wird er bestimmt ein sehr guter Reiter werden“, findet Ben Asselin.

Stimmen der Trainer:

Daniel Bluman, Olympia-Reiter aus Kolumbien, der jetzt für Israel startet: Er war 2005 als Friendships-Team-Reiter in Herford und sagt: „Ich gebe zurück, was ich her geboten bekommen habe.“

Franke Sloothaak, Weltmeister und Olympiasieger:

„Meine beiden Kinder sind bei den allerersten Friendships 1999 hier geritten und seither begleite ich diese Veranstaltung. Wir hatten immer auch Gastkinder – aus Usa, aus Kanada, aus Griechenland - und jetzt hat meine Tochter Annemieke in Südafrika schon selber Kinder. Die Ältere ist jetzt vier. Vielleicht reitet sie hier auch bald.“

Zu seinen Trainingszielen sagt Sloothaak: „Sicherheit und Kontrolle ist das Wichtigste. Das versuche ich den Kindern zu vermitteln. Den guten Reiter erkennt man an der Kontrolle vor dem Sprung und den top Reiter zeichnet aus, dass er Kontrolle nach dem Sprung hat. Denn nur so kann man den nächsten Sprung gut vorbereiten.“

Pato Muente, Derby-Sieger von Hamburg 2017:

„Gute Distanz kommt aus gutem Rhythmus. Deshalb: Rhythmisch reiten.“

Bertram Allen, irischer Shooting star, 16. der Weltrangliste:

„Pedro hat mir von der Idee der German Friendships erzählt. Das gefiel mir sehr gut und so bin ich gekommen. Überall fröhliche Kinder, die hier viel erleben können. Das hätte mir auch Spaß gemacht.“

"Ohne Euch geht nichts!"

26. Juli 2017

Mit vier Worten kam er aus. „Ohne Euch geht nix!“ bedankte sich Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten bei den Pferdebesitzern und bei den Gasteltern,  die die internationalen Teilnehmer der Sparkassen German Friendships beritten machen und ihnen Quartier geben.

So wie Wilhelm Schildmann (75): Zum zehnten Mal ist er dabei. Schon beim ersten Turnier vor 18 Jahren ist er auf sein Sofa umgezogen und hat Kinder in seinem Schlafzimmer untergebracht. Drei Gäste hat er in diesem Jahr. Brayden Aarts kommt aus Neuseeland. „Achtzehn Stunden dauerte der Flug und jetzt haben die da Winter“, hat Schildknecht erfahren. Viel hat er erlebt mit „seinen Kindern“, auf die er aufpasst und ihnen ein „Zuhause auf Zeit“ gibt und denen er die Gegend zeigt. „Dieses Turnier ist einmalig auf der ganzen Wellt“, findet Schildknecht.

Oder wie Monika und Jürgen Becker, die ihrem Sohn Leon Norman und einem internationalen Partner die „Friendships“ zum dritten Mal ermöglichen. Beim ihrem ersten Turnier 2011 haben sie ein zweites Pferd eigens geleast. Die russische Partnerin des Turniers von 2015 ist auch wieder hier und die jungen Leute haben Wiedersehen gefeiert. „Und sie hat als erstes im Stall die Stute begrüßt, die sie in Herford reiten durfte,“ so Monika Becker. In diesem Jahr ist Leon Norman mit einer Partnerin aus England im Team. „Auch wenn’s schneit, wir kommen hier zu diesem Turnier“, haben die Beckers als Devise ausgegeben. „Hier reiten alle miteinander.“

Bild: Einen Schluck gemeinsam auf zehn mal German Friendships: Wilhelm Schildmann (l.) und Ulrich Meyer zu Bexten.

Friendships Familie feiert Wiedersehen

„Guatemala – ist das in Afrika?“ Fragen über Fragen beim Familientreffen der Sparkassen German Friendships, die am Dienstag mit der Zusammenstellung der internationalen Teams eröffnet wurden. Bald wird Hennig aus Hövelhof genauer wissen, wo seine Partnerin Valentina (13) zu Hause ist. Die internationalen Kontakte stehen im Mittelpunkt des Turniers mit 110 Teilnehmern aus 30 Ländern.

Von Australien bis Südafrika - es ist eine große Reiterfamilie, die sich in dem großen Festzelt vor dem historischen Bexterhof erstmals begegnete. Antonia Kircher aus Pfungstadt und Nicole Macari aus Mexiko waren das erste Team, das der Zeremonienmeister Pedro vorstellte. Als Paar „Taloubet“ werden die beiden 14 Jahre alten Blondschöpfe bis Sonntag gemeinsam Siege feiern oder Niederlagen verkraften. „Siegen fängt mit Stallarbeit an“, erinnerte Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten die ausländischen Gäste, denn nicht in allen Teilen der Welt gehört Pferdepflege zum Reiten dazu. „Horsemanship wird bei uns groß geschrieben. Also wartet nicht auf dem Abreiteplatz bis Euch das Pferd gebracht wird. Denn dann könnt ihr vielleicht lange warten.“

Etlichen Teilnehmern gefällt die Friendships-Idee so gut, dass sie zum wiederholten Mal in Herford sind. Marie Baumgart aus Verden in Niedersachsen war 2015 so beeindruckt, dass sie wieder dabei ist und auch gleich ihre kleine Schwester Amelie mitgebracht hat. Issam Haddad aus dem Libanon macht zum dritten Mal mit, und als „Rekord-Vater“ könnte Dr. Gerhard F. Braun aus Wolfstein in Rheinland-Pfalz durchgehen. Er begleitet zum sechsten Mal eines seiner Kinder durch die Emotionen der Friendships-Woche. Sohn Felix Maximilian startet ab Mittwoch mit Emma Barrow aus Südafrika.

Damit die ausländischen Gäste ihre von den deutschen Partnern geliehenen Pferde besser kennenlernen, geben prominente Trainer am Mittwoch Starthilfe. „Wir haben zum zehnten Jubiläum eine ganz besondere Gruppe zu Gast,“ kündigte Lars Meyer zu Bexten den Gästen bereits an. So werden als Coaches die Nationenpreis-Gewinner von Aachen, Maurice Tebbel und Philipp Weishaupt kommen. Andreas Kreuzer, der erfolgreichste deutsche Teilnehmer aus dem Großen Preis von Aachen, trainiert auf dem Bexter Hof und wird sich engagiert um den Nachwuchs bemühen, genauso wie der Ire Bertram Allen, der mit 21 Jahren fast selbst noch  startberechtigt wäre, aber inzwischen auf Platz 16 der Weltrangliste steht.

Ehemalige Friendships-Reiter, die inzwischen Olympia- und Weltmeisterschafts-Meriten haben, eröffnen die Friendships sportlich am Abend mit einem 3***-S-Springen um den ATCO Cup, der passend „Return of the Champions“ benannt ist.

Das Training am Mittwoch ab 7.30 Uhr ist öffentlich und der Eintritt ist an allen Turniertagen frei.

Bexter Hof ist bereit

22. Juli 2017

Die Fahnenmasten sind schon aufgestellt und alle Zelte stehen. Die zehnte Ausgabe der Sparkassen German Friendships in Herford kann beginnen. Alles ist bereit für die Turnierwoche,  die am Dienstag, 25. Juli anläuft, wenn die internationalen Teilnehmer eintreffen und ihre deutschen Partner kennenlernen. 110 Kinder und Jugendliche aus mehr als 25 Ländern feiern Völkerverständigung zu Pferd und messen sich in internationalen Springprüfungen. Auch die „last minute Probleme“ werden gelöst, und die Paare können sich bilden. „Das ist immer ein spannender Moment, wenn die Teamreiter fremd zusammenkommen und Ankum auf Australien trifft oder Bramsche auf Brasilien.,“ betont Lars Meyer zu Bexten als Turnierleiter.

Damit die Paare „aufgehen“, muss das Verhältnis der deutschen und ausländischen Teilnehmer stimmen. „Ganz kurzfristig haben sich noch zwei Mädchen aus Südafrika gemeldet für die wir dann noch zwei deutsche Reiter mit jeweils zwei Pferden finden mussten, damit die Zahlen wieder passen,“ verriet Lars Meyer zu Bexten, Jetzt drückt er die Daumen, dass es keine kurzfristigen Ausfälle gibt. „Bei Pferden weiß man ja nie.“ In jedem Fall ist er dankbar für die Unterstützung der Besitzer, die bereit sind ihre Pferde für die jungen Reiter aus dem Ausland zur Verfügung zu stellen. „Das ist nicht selbstverständlich“. Der Zeremonienmeister Pedro – Deutscher aus Lüneburg mit kanadischem Pass - trifft bereits am Sonntag ein, um sich mit dem Programm und den zu erwartenden Gästen vertraut zu machen. Als vielsprachiger Steward am Einlass sorgt er für geordneten Ablauf der Team-Springen.

Für alle Pferde, die für das Turnier aufgestallt werden, sind die Stallzelte bereit. Zweihundert feste Boxen in fünf Stallzelten nehmen die Gäste auf.  Sandra Gregor, Stall-Manager auf dem Hof Meyer zu Bexten, und ihre Helfer haben eingestreut und genügend Futter bereit gestellt. Alle Boxen sind beschriftet, damit der Einzug der Pferde reibungslos vonstatten geht. Sämtliche Elektrik- und Wasserschlauch-Leitungen sind verlegt, die Zelte für den Marktplatz aufgestellt. Fehlt nur noch der frische Blumenschmuck, und dann kann es los gehen.

Vom CHIO Aachen über Friendships zur GCT-Station Berlin

19. Juli 2017

Von der Soers in Aachen über den Bexter Hof in Herford und weiter nach Berlin zur Global Tour in den Sommergarten unter dem Funkturm. Das ist in diesem Jahr die Turnierfolge der Top-Springreiter. Der „Top Ten Trainer Tag“ und der ATCO Cup „Return of the Champions“ am Mittwoch, 26. Juli auf dem Bexter Hof wird ein Treffen der Stars.

Bei den Sparkassen German Friendships lernen die ausländischen Kinder und Jugendliche die Pferde kennen, mit denen sie am Wochenende in den Teamspringen starten. Dazu geben  ihnen VIP-Trainer aus aller Welt wertvolle Tipps. Springstunde beim „irischen Wunderkind“ Bertram Allen (21) oder einem Olympiareiter wie Reitmeister Karsten Huck – das sind Highlights für jeden ambitionierten jungen Reiter. „Die Liste unserer Trainer ist einfach super“, freut sich Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten, der allen Trainern sehr dankbar für ihre Unterstützung ist.  

Direkt aus Aachen kommt der Kolumbianer Daniel Bluman, der jetzt für Israel startet. Andreas Kreuzer, der auf dem Bexter Hof zu Hause ist, hat in Aachen seine Spitzenpferde am Start und steht am Mittwoch auf dem Zirkel in Herford. Auch der Deutsche Vize-Meister Holger Hetzel startet erst in Aachen bevor er in Herford coacht. Für seine Tochter Laura ist der ATCO Friendships Cup am Mittwoch Abend ab 18 Uhr die letzte Formüberprüfung vor ihrem Start bei der Europameisterschaft der Jungen Reiter. Die findet statt in der ganz neuen, riesengroße Hippo-Arena von Ŝamorin in der Nähe von Bratislava in der Slowakei..

Auch zwei Reiter für Ägypten geben Tipps auf dem Bexter Hof: Abdel Said ist selbst ehemaliger Friendships Team-Reiter gewesen und hat jetzt den Großen Preis von Monaco gewonnen. Nayel Nassar (25), ebenfalls Friendships-Reiter, in den USA geboren, in Kuwait aufgewachsen und für das Heimatland seiner Eltern, Ägypten reitend, ist ein „Millionen-Reiter“. Mit 21 gewann er in Saugerties/New York den Zoetis One-Million-Dollar-Cup und ein Jahr danach wäre im das gleiche fast noch einmal gelungen. Aber in Thermal/Kaliforniern wurde er „nur“ zweiter. Zur Zeit tourt er die Springplätze in Europa. „So nice to be back“ verriet er auf Facebook. 

Der Rheinländer Philip Houston, auch ein ehemaliger Friendships-Reiter, fährt von Herford aus gleich weiter nach Berlin, wo er bei der Global Champions Tour mitmischt. Dort trifft er dann Bertram Allen und viele andere wieder.

Das Top Ten Training am Mittwoch beginnt um 8 Uhr.

 

Show Time mit Pferd am Familien Tag

17. Juli 2017

Gleich zwei Olympiasieger mit Kontrastprogramm und jede Menge „action“. Das wird der Show-Abend am Samstag. Auf dem Bexter Hof treten die „goldenen“ Olympioniken Hubertus Schmidt und Frank Ostholt an und geben Einblicke in ihre Reitweisen Der Reitmeister Schmidt zeigt „Dressur pur“ und Frank Ostholt, inzwischen Bundestrainer der Jungen Reiter, setzt „fast & furious“ rasant über Gelände-Hindernisse. Beides ist gleichermaßen eindrucksvoll. „Wir freuen uns, dass die Beiden kommen,“ betont Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten, zumal Schmidt zuvor noch die deutsche Dressur-Mannschaft in Aachen verstärkt.

„It’s show time,“ heißt es am Samstag ab 19 Uhr. Den Auftakt liefern ehemaligen Friendships Team Reiter, die bei der Gold Tour starten. Die Top Reiter aus dem ersten Umlauf des S-Springens kämpfen in der Siegerrunde um die Plätze auf dem Treppchen. In dem Schaubild „Barock meets Classic“ zeigen zwei ganz unterschiedliche Pferde ein Pas de Deux zu irischer Musik und begleitet von Ballett-Tänzern. Flott wird es dann im „Jump and Run“, wo drei Teams aus jeweils einem Reiter und einem Läufer wie bei einem Stafettenspringen gegeneinander antreten. Wer ist das schnellste Team? Hier erwarten wir neben schrillen Kostümen schnelle Ritte und LäuferInnen, die alles geben werden.  

Der Show Abend mit anschließender Sparkassen German Friendships Party (ab 21 Uhr) ist der Höhepunkt des Familientages am Samstag auf dem Bexter Hof. Kinder sind besonders angesprochen. Ponyreiten, Voltigieren auf dem Bock oder Springen ohne Pferd bieten Gelegenheit zum Toben. Ganz neu ist das Angebot „Kibaz mit Pony“. Das ist ein Kinder-Bewegungsabzeichen der Sportjugend NRW, bei dem sich die Kleinsten (bis 7 Jahren) mit Ponies verschiedenen Aufgaben stellen. Die Familie Ossiek bringt dazu ganz besonders brave Ponies mit, und Jugendliche des RV „von Lützow“ Herford mit ihrer Reitlehrerin Claudia Dornhoff betreuen diese Aktion.

Flanieren auf dem Marktplatz, internationale Delikatessen probieren, gepflegt Kaffee trinken und im Hintergrund spielt die stimmungsvolle Live Musik – alles ist möglich. „Wir wollen einfach einen Tag zum Genießen bieten“, hat sich der Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten vorgenommen. Dass der Sport dabei nicht zu kurz kommt, das wird auf zwei Turnierplätzen garantiert. Auf dem Rasenplatz vor dem Haupthaus laufen die internationalen Teamspringen, und die Reiter aus der Region messen sich auf Sand in Prüfungen von der Führzügelklasse für die Kleinsten bis hin zu Springprüfungen der Klasse S.

In Vorbereitung auf die Sparkassen German Friendships: Ulrich und Friederike Meyer zu Bexten mit Peter Becker (1.Reihe, v.rechts) und Heinrich-Hermann Engemann, Lars Meyer zu Bexten und Andreas Kreuzer (2.Reihe v.rechts)

Championship in Freundschaft

12.Juli 2017

Ein sportliches Spitzen-Event unter dem Motto „Friendships not Championships“ – geht das überhaupt? „Wir werden erstklassigen Sport in Freundschaft bieten“, verspricht Lars Meyer zu Bexten als Turnierleiter der Sparkassen German Friendships. 110 Kinder und Jugendliche aus 26 Ländern haben sich gemeldet für das Springturnier auf dem Bexterhof, wo deutsche Teilnehmer einen Partner aus dem Ausland beritten machen und als Team sich gemeinsam über Siege freuen oder Niederlagen tragen.

Im Starterfeld ist Lilli Collée (14) aus Baden-Württemberg, die gerade ihren ersten S-Erfolg gefeiert hat und nach Herford bei der EM der Children reitet oder Temur Azizov, Junioren Champion aus Usbekistan. Cassie Gorsline hat ihr Land Kanada schon bei Nationenpreisen der Children vertreten. „Viel mehr als 110 Starter sollten es in den Teamspringen nicht werden, denn wir wollen überschaubare Felder behalten, die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung bieten,“ betont Lars Meyer zu Bexten. Sein Vater Ulrich ist sicher: „Wir werden Reiter sehen, die es in den nächsten zehn Jahren bis ganz nach oben schaffen.“

Das ist keine kühne Behauptung, denn zum Top Ten Training zum Turnierauftakt am Mittwoch kommt als Trainer unter anderem der Kolumbianer Daniel Bluman, der aus Aachen anreist oder Philip Houston, der von Herford direkt zum  Global Champions-Turnier in Berlin weiterfährt. Beide sind ehemalige Friendships Teamreiter. Dieses Top Ten Training vor Zuschauern bei den weltbesten Reitern und Bundestrainern wie Heinrich-Hermann Engemann ist ein besonderes Erlebnis für alle jungen Teilnehmer. Tipps geben hier der Ire Bertram Allen, mit 22 Jahren 16. der Weltrangliste, und der diesjährigen Sieger des Hamburger Derbys, Pato Muente aus Slowenien Als Vorbild tritt auch Andreas Kreuzer (26) an, der auf dem Bexter-Hof für seine Global Champions-Starts trainiert und den jungen Reitern Anregungen bietet wie er selber trainieren würde. „Dann muss jeder seinen eigenen Weg finden.“

Das ist auch das Rezept der Sparkasse, die die „Friendships“ seit 1999 engagiert unterstützt. „Wir fördern nicht Spitzen- sondern vielmehr Jugend- und Breitensport aus dem gerne Spitzenleistungen kommen dürfen. Hier ist ein gutes Konzept mit Breitenwirkung. Es gibt in unserer Gesellschaft an vielen Stellen schon genug Ellenbogen,“ so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Herford, Peter Becker. Zum zehnten Jubiläum der Sparkassen German Friendships warten die Veranstalter mit einem besonderen Highlight auf. In einem Drei-Sterne-S-Springen am Mittwoch, 26. Juli ab 18 Uhr messen sich ehemalige Friendships-Team Reiter, die es bis in die Weltspitze geschafft haben. Der ATCO Cup wird ausgetragen über Hindernisse bis zu 1,55m. Sponsor dieses Springens ist Nancy Southern, Präsidentin des kanadischen Energieversorgers ATCO, die als Freundin der Familie Meyer zu Bexten das Turnier von der ersten Stunde an unterstützt hat. „Championships in Freundschaft“, das werden wir hier demonstrieren,“ so Lars Meyer zu Bexten.

In Vorbereitung auf die Sparkassen German Friendships: Ulrich und Friederike Meyer zu Bexten mit Peter Becker (1.Reihe, v.rechts) und Heinrich-Hermann Engemann, Lars Meyer zu Bexten und Andreas Kreuzer (2.Reihe v.rechts)

 

 

Barock meets Classic

10.Juli 2017

„Man muss nicht groß sein, um groß zu sein“, sagt Kathrin Harms-Hirche über Benny Blue und sie hat Recht. Ihr Turnierpony mit den auffälligen blauen Augen ist nur 1,42 groß  – aber es wird ein Star des Schau-Abends sein bei den Sparkassen German Friendships am Samstag Abend, 29. Juli, in Herford. Gemeinsam mit dem gepunkteten Professor Af Wendandi, der aussieht wie Pippi Langstrumpfs Pferd Kleiner Onkel, zeigt Benny Blue auf dem internationalen Turnier am Bexter Hof was passiert, wenn Barock auf Classic trifft.

Das Klassische, das ist Bennys Sache auf dem Dressurviereck. Für das Barocke ist der Knabstrupper Hengst Professor Af Wendandi mit Melanie Enk vom Gestüt af Wendandi in Friedewalde im Sattel zuständig. Sie zeigen ein höchst ungewöhnliches Pas de Deux der schweren Klasse – zu irischer Musik. Tänzerisch unterstützt werden die Pferde und ihre Reiterinnen von Tänzern der Ballettschule Iris Witte aus Bad Oeynhausen. 

Ihre Feuerprobe haben die beiden schon hinter sich. Auf der Equitana in Essen haben sie geübt für den Auftritt auf dem Bexter Hof. Unter 400 Bewerbern sind sie dort sechste geworden. Tatsächlich: Man muss nicht groß sein, man muss nicht gleich aussehen und man muss nicht „main stream“ sein, um gemeinsam eine tolle Nummer abzuziehen. Zwei Pferde, die man in schweren Dressurprüfungen sonst selten sieht, werden das beim Schauabend zeigen.

Dream Team Karsten Huck und Philip Houston dabei
 

7. Juli 2017

Die beiden sind ein Dream Team der Sparkassen German Friendships und sie kommen zum Jubiläum vom 25. bis 30. Juli wieder nach Herford: Der Reitmeister und Olympiadritte von Seoul, Karsten Huck und sein Musterschüler Philip Houston.

Seit fünf Jahren coacht Karsten Huck den jetzt 19jährigen Philip, der beim Turnier 2013 noch selbst ein Team-Reiter gewesen ist. Jetzt  ist er Deutscher Junioren-Meister, Mannschafts-Europameister, reitet erfolgreich in der Global Champions Tour und tritt auf dem Hof Meyer zu Bexten an im 3-Sterne-S-Springen um den ATCO Friendship Cup. Houston trifft dort am Mittwoch, 26. Juli auf andere Ehemalige, die es inzwischen nach ganz oben gebracht haben. „Ich freue mich schon“, sagt der Rheinländer, der hofft auch seinen  Partner von 2013, Daniel aus Kolumbien, wenigstens als Zuschauer wieder zu sehen. „Der hat mir noch öfter geschrieben und studiert jetzt in Rotterdam.“ Fehlt nur noch Löwenherz. Das Pferd hatte Lars Meyer zu Bexten gefunden und Houston hat ihn 2013 erstmals in Herford geritten. Jetzt tourt er mit ihm bei den Global Champions.

Für den Trainer Karsten Huck sind die German Friendships ein Traditions-Termin. Zum ersten Mal war er als Coach im Einsatz beim Top Ten Training durch die Freundschaft zu Gastgeber Ulrich Meyer zu Bexten, mit dem er seinerzeit Nationenpreise ritt. Jetzt schätzt er das Kinder- und Jugendturnier wegen der besonderen Atmosphäre. „Hier ist es immer ein bißchen lustiger und interessanter. Ungezwungen und familiär, weil alle Teilnehmer irgendwie mit der Familie Meyer zu Bexten verbunden sind.“ Und ein guter Grund für den 71jährigen ist auch: „Ich arbeite gerne mit Jugendlichen.

An Arbeit wird es nicht fehlen am Top Ten-Trainings-Tag für Huck und andere Sportgrößen, wenn die ausländischen Kinder und Jugendlichen zum ersten Mal die Pferde reiten, die ihnen von ihren deutschen Partnern zur Verfügung gestellt werden. Ab Freitag, 28.Juli gehen sie dann gemeinsam in den Wettkampf und teilen Höhen und Tiefen miteinander bis am Sonntag die Tour-Sieger 2017 feststehen.

 

Bertram Allen kommt auf den Bexter Hof

23.06.2017
Er ist selber noch keine 22 Jahre alt, aber schon das Vorbild für viele junge Springreiter. Der
Ire Bertram Allen hat den großen Springsport aufgemischt, nicht erst seit er mit 18 das erste
Springen der Weltmeisterschaft 2014 in Frankreich gewann. Zu den „Sparkassen German
Friendships 2017“ vom 25. bis 30. Juli kommt er nach Herford. „Ein Ansporn für unsere
Gäste aus dem In- und Ausland“, findet Lars Meyer zu Bexten, der inzwischen fest im Sattel
sitzt als Leiter des internationalen Spring-Turniers für Kinder auf dem elterlichen Hof in
Ostwestfalen.
Zum zehnten Mal finden die „Sparkassen German Friendships“ in Herford statt. Und die
internationale Großfamilie wächst weiter. 575 Teilnehmer aus 67 Ländern sind bereits auf
dem Bexter Hof gewesen für das Springturnier in Partnerschaft und Völkerverständigung.
Jetzt liegen schon wieder Anmeldungen vor aus allen Erdteilen. Das Turnierbüro hat bereits
Zusagen aus Südafrika, Australien und Neuseeland ebenso wie aus China und Haiti. Vom
amerikanischen Kontinent sind Costa Rica, Guatemala und Kolumbien bereits gesetzt. Der
„Einmarsch der Nationen“ wird bunt.
Das Konzept der German Friendships ist einzigartig: Deutsche Kinder und Jugendliche
kommen mit zwei Pferden und geben eines an einen Partner aus dem Ausland, mit dem sie
das gesamte Turnier als Team bestreiten. „Friendships, not Championships“ ist das Motto der
Wettkämpfe bei denen trotzdem Leistung groß geschrieben wird. Etliche „Ehemalige“ haben
es aus Herford bis in den ganz großen Sport geschafft und reiten bei Olympischen Spielen
oder Weltmeisterschaften. Dazu passen Bertram Allen und andere aus dem Who is Who im
Springsport, die zum Auftakt in Herford Trainingstipps geben werden.
„Wir wollen auch die Zuschauer aktiv einbeziehen“, betont Lars Meyer zu Bexten. „Nicht nur
die jungen Reiter aus dem In- und Ausland finden zusammen sondern wir wollen für alle
Besucher Gelegenheit zum Mitmachen bieten. Echte Familientage – das ist unser Anspruch.“
Ponyreiten, Malwettbewerb, die gut besetzte Shopping-Meile – das sind weitere Bausteine für
ein Turnier bei dem es um Mit-Einander, nicht Gegen-Einander geht. Bertram Allen hat das
schon zu Hause in Irland in seiner Familie gelernt. Er hat sechs Geschwister – und betreibt
jetzt einen Stall mit zwanzig Pferden in Hünxe bei Wesel.

Die Ausschreibung ist online!

 

16.06.2017

Seit dieser Woche ist die Ausschreibung auf FN NeOn verfügbar und die Nennung ist bis zum 03.07.2017 möglich.

Pato Muente als Top Ten Trainer

 

 

06.06.2017

Pato Muente steht als einer der Trainer für das Top Ten Training am Mittwoch, den 26.07.2017 fest!

Der gebürtige Argentinier, der seit 2011 für Slowenien an den Start geht, machte erst vor kurzem von sich reden, als er das 88. Deutsche Spring-Derby in Hamburg gewann. Wenig später gab er seine Zusage, dass er im Rahmen der Sparkassen German Friendships als einer der Top Ten Trainer die Teams der Junioren und Children anleiten und ihnen wertvolle Tipps im Vorfeld der Prüfungen geben wird.

Zum zehnten Mal German Friendships in Herford

Eine weltumspannende Idee wird volljährig. Die ältesten Teilnehmer, die bei den „Sparkassen German Friendships 2017“ starten werden, sind im Gründungsjahr dieser Jugendbegegnung zu Pferd vor 18 Jahren zur Welt gekommen. Vom 25. bis 30. Juli wird auf dem Bexter Hof in Herford die zehnte Ausgabe dieses ganz besonderen Reitturniers gefeiert. Insgesamt 575 junge Reiter aus 67 Ländern der Erde sind in Ostwestfalen schon zu Gast gewesen. Sie  haben  mehr als 2 Millionen Kilometer Anfahrtsweg zurückgelegt um hier mitzureiten.

„Das haben die wenigsten erwartet als wir 1999 zur Premiere eingeladen haben, und die zehnte Ausgabe werden wir ganz besonders feiern. Die Besucher dürfen gespannt sein, “ verspricht der Hausherr und Nationenpreis-Reiter Ulrich Meyer zu Bexten, der inzwischen die Turnierleitung an seinen Sohn Lars abgegeben hat. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Ursula von der Leyen wird großer Sport mit Herz-Faktor geboten. Zum fünften Mal ist die Bundesministerin der Verteidigung dabei – noch ein Jubiläum.

Die Idee des Turniers ist einzigartig: Deutsche Kinder und Jugendliche kommen mit zwei Pferden von denen sie eines einem Partner aus dem Ausland überlassen. Gemeinsam bestreiten sie als Team die Springprüfungen und teilen Sieg oder Niederlage. „Das Pferd ist dabei jedes Mal ein wunderbarer Vermittler, und nach den fünf Tagen bei uns ist die Welt wieder ein Stückchen näher zusammengerückt,“ freut sich Lars Meyer zu Bexten, der über seine Spring-Lehrgänge in aller Welt die sportlichen Kontakte knüpft und die Entwicklung von ehemaligen „Friendships“-Reitern weiter verfolgt. Einige davon haben es schon bis zu Olympischen Spielen geschafft.

Jeder Tag in Herford wird ein vielsprachiges Fest werden, angefangen mit der Auslosung der Teams am Dienstag, 25. Juli, wenn sich die Team-Reiter zum ersten Mal begegnen und herausfinden, wie sie sich verständigen können. Am Mittwoch wird mit Spitzenreitern trainiert, die ihren Weg in den großen Sport über den Start in Herford geschafft haben. Danach bestreiten diese gegeneinander eine sportlich hochkarätige Prüfung auf internationalem Niveau. Am Donnerstag lernen die Gäste Herford kennen und dann beginnt das „Aachen der Kinder“: mit Einmarsch der Nationen und wehenden Taschentüchern am Sonntag zum Abschied, ganz wie es die „Großen“ in der Soers erleben.

Für das Turnier engagieren sich als Titelsponsor die Sparkassen-Finanzgruppe sowie weitere Förderer aus ganz Deutschland. Für die herzliche Atmosphäre auf dem Bexter Hof sorgen viele ehrenamtliche Helfer  und allen voran viele Privatleute aus dem Herforder Raum, die unter anderem als Gastgeber-Familien Einblicke „unter deutsche Dächer“ geben.  Die Turniertage an den Bexter-Höfen sind ein Ausflugs-Tipp für die ganze Familie. Action und Schau am Samstag Abend, Charity und regionaler Sport kommen nicht zu kurz, und auf dem „Marktplatz“ werden Waren aus aller Welt und internationale Küche feilgeboten.

Orga-Team bei der Arbeit

Nach den „German Friendships“ ist vor den „German Friendships“. Seit der großen Abschiedsparade 2015 auf dem Bexter Hof drehen sich die Gedanken von Lars und Ulrich Meyer zu Bexten bereits um das nächste Turnier, das in diesem Jahr vom 25. bis zum 30. Juli in Herford stattfindet. Seit Januar leitet Caterina Steffen das Turnierbüro, und jetzt geht es rund. Die Jubiläumsveranstaltung „Zehnmal German Friendships“ ist nicht mehr weit.

 

Das sind die Macher im Turnierbüro:

Caterina Steffen (30)

Kommt aus Korbach in Hessen. Die 30jährige hat zwei Master-Abschlüsse von der Universität Göttingen in der Tasche, in Agrar- und in Pferdewissenschaften. Ihr Herz gehört dem Springsport und sie hat auch im Büro die Zügel fest in der Hand und alle Distanzen richtig im Blick. Unter ihrer Leitung läuft alles auf dem richtigen Hufschlag. (2.v.l.)

Stefanie Büllesbach (43)

Kommt aus der Nachbarschaft, aus Bielefeld. Sie hat Wirtschaft und Marketing studiert und ist eine Kommilitonin von Lars Meyer zu Bexten. Ihr ganzes Berufsleben drehte sich bisher um Pferde. Sie hat fünf Jahre für die große Pferdemesse „Equitana“ gearbeitet, eine Reitschule geleitet, für eine Werbeagentur getextet – und nebenher auch noch Dressur geritten. Sie organisiert den „Marktplatz“ und berichtet auf Facebook und Instagram, was sich rund um das Turnier bewegt. (3.v.r.)

Anja Isabel Hofstätter (25)

Kommt aus Hammelburg in Unterfranken und setzt ihren Master-Abschluß in Marketing als Praktikantin für die German Friendships ein. Sie betreut „alles was gedruckt ist“. Ein Zufall hat ihr den Job gebracht, den sie zwischen Büro und Stall aufteilt, um möglichst viel dazu zu lernen. Unterwegs zu einem ganz anderen Bewerbungsgespräch hat sie als Gast in einem Herforder Hotel übernachtet und dort hat  ihr der Wirt von den German Friendships erzählt. So kann es auch gehen.

(4.v.l.)

Regina Rahls (25)

Kommt aus Celle in Niedersachsen und hat Nutztierwissenschaften an der Universität von Gießen studiert. Sie überbrückt als Praktikantin  in Herford den Sommer, bevor sie als Master-Absolventin ein Trainee-Programm bei der Deutschen Landwirtschaft-Gesellschaft (DLG) beginnt. Sie betreut die Reiter aus dem In- und Ausland, die an den Teamspringen teilnehmen. (3.v.l.)

Und natürlich Lars Meyer zu Bexten (4.v.r.) als Turnierleiter mit seinem Vater, dem Hausherrn Ulrich Meyer zu Bexten (2.v.r.).

 

Konzept der Sparkassen German Friendships 2017

 

 

Für einen ersten Eindruck finden Sie hier das Konzept der Sparkassen German Friendships 2017 als Download!

Informationsfolder zu den Sparkassen German Friendships 2017

 

31.01.2017

Es ist wieder soweit: 2017 heißt es auf dem Bexter Hof in Herford „Friendships not Championships“!

In Kürze erhältst Du hier weitere Informationen.

Das German Friendships-Team freut sich auf Dich!

 

  Informationsfolder als Download