Presseartikel Sparkassen German Friendships 2015

Bunte Ballons tragen die Friendships-Botschaft in die Welt

Mit einem fulminanten Ausmarsch der Nationen sind die Sparkassen German Friendships in Herford zu Ende gegangen. Hatten die jungen Teilnehmer zum Auftakt noch schwere Hufeisen ihrer Pferde von zu Hause mitgebracht, so flogen am Sonntag leichte bunte Luftballons in den Himmel über Herford und trugen den Freundschaftsgedanken in alle Welt. Nicht mehr allein hinter ihrem Nationen-Schild sondern gemeinsam mit ihrem internationalen Partner aus einem von dreißig Ländern zogen die Jugendlichen in den Parcours, wo sie zuvor gemeinsam sportliche Höhen und Tiefen erlebt haben. Und wie immer flossen beim Abschied auch Tränen.

Tagessieg an Team „Chiara“  Hetzel/ Vicaria

Sie hatten den Doppel-Nuller vorgelegt in der Siegerrunde bei den Junioren und sicherten sich den Tagessieg in der Finalprüfung der Sparkassen German Friendships am Sonntag: EM-Bronzegewinnerin Laura Hetzel und Sofia Vicaria aus Kolumbien beendeten den zweiten Umlauf in 79.74 Sekunden.

Deutsch-amerikanische Freundschaft: Tagessieg für Siegel / Christ

Bei aller Schnelligkeit die Sorgfalt nicht außer Acht lassen: Mit zwei Nullrunden in 83.22 Sekunden haben Anna Christ und die Amerikanerin Sophie Siegel als Team Bella Donna den Tagessieg bei den Kindern gefeiert. Knapp geschlagen zweite wurden Josef Johann Keppelhoff-Niewert und Azizov Temur aus Usbekistan.

Fesselnde Show-Premiere aus Sport und Action

Erst verzauberte das geflügelte Götterpferd Pegasus. Dann riss der rasende Schecke Bram mit seinen Herdengenossen holländischer Stuntreiter die Zuschauer beim Showabend der Sparkassen German Friendships wieder aus ihren Träumereien. „Kontrastprogramm, das wollen die Leute sehen, und das haben wir hingekriegt“, freute sich Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten. Schon vor dem letzten Run am Samstag stand fest: Der Showabend wird zum festen Bestandteil der Sparkassen German Friendships. „Das machen wir wieder,“ hieß es.

Allons enfants

„Allons enfants!“ Die Marseillaise für Frankreich und die Nationalhymne von Südafrika klangen am Samstag bei den Sparkassen German Friendships in Herford für die Siegerteams der zweiten Prüfung der Kinder und Junioren aus 30 Nationen auf dem Weg ins Finale.

Gemeinsam sind wir bunt

Im blauen T-Shirt mit der großen Nummer „1“ auf dem Rücken war sie sogleich erkennbar. Hoch zu Roß auf Dannywell führte die Bundesministerin Ursula von der Leyen eine Quadrille an auf dem Turnierplatz. Passend zum Motto „Gemeinsam sind wir bunt“ ritt die Schirmherrin des internationalen Freundschaftsturniers an der Spitze der Achter-Gruppe, zusammengestellt vom Verein „Sprungbrett“ aus Bad Mergentheim. Die Reiter mit und ohne Handicap zeigten in Hemden unterschiedlicher Farben, die Beine ihrer Pferde passend dazu bandagiert, dass Reiter mit und ohne Handicap gemeinsam Sport treiben können. Eben: „Gemeinsam sind wir bunt“.

La Ola Welle für die Ministerin

Der Ringmaster hatte die La Ola Welle schon einstudiert, aber die Bundesministerin verlieh den letzten Schliff. Schirmherrin Ursula von der Leyen hatte die Regie bei der Eröffnung der Sparkassen German Friendships 2015 auf den Bexter Höfen. „Schneller, lauter, jetzt winken“, brachte sie die Kinder und Jugendlichen in der Arena auf Touren und fesselte dabei  die Zuschauer gleichermaßen mit ihren in drei Sprachen zelebrierten Entertainer-Qualitäten.inleitung

Pferdeassistentin Fabienne und ihre Zuhörer

Pferdeleute unter sich: Fabienne Zawilak, Pferdeassistentin mit Ausbildung an der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, erklärte ihren prominenten Zuhörern auf dem Bexter Hof wie man ein Therapiepferd fit hält: Die Bundesministerinnen Ursula von der Leyen und Andrea Nahles hören zu. Nach ihrem Abschluß arbeitet sie auf dem Bexter Hof.

Zwei Bundesministerinnen mit Spaß am Pferd

Wenn sich zwei Bundesministerinnen etwas vom Pferd erzählen, dann entsteht daraus ein gutes Netzwerk, das auch über Parteigrenzen hinweg trägt. In herzlichem Einverständnis begegneten sich Ursula von der Leyen und Andrea Nahles am Freitag beim Empfang zum Auftakt der Sparkassen German Friendships in Herford. Beide verbindet eine Liebe zu Pferden,  die sie auch schon über Krisen in Koalitionen gebracht hat. Während die Verteidigungsministerin als Schirmherrin seit acht Jahren Stammgast auf den Bexter Höfen ist, erlebte die Arbeitsministerin zum ersten Mal das internationale Jugendturnier mit Teilnehmern aus 30 Nationen. „Eine unverkrampfte Form der Völkerverständigung“, griff Nahles die Atmosphäre sofort auf.

Bürgermeister empfängt German Friendships Familie im Rathaus

„Die German Friendships sind eine der wichtigsten Veranstaltungen für diese Stadt“, betonte der Herforder Bürgermeister Tim Kähler beim Besuch der internationalen Teilnehmer aus 30 Ländern am Donnerstag in seinem Rathaus. Angeführt von der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen als Schirmherrin kamen die einhundert Kinder und Jugendlichen mit Eltern oder Gasteltern, Pferdebesitzern und Sponsoren in den historischen holzgetäfelten Sitzungssaal.

Tony kann's kaum abwarten

Und wenn er dafür lügen müsste. Tony Stormanns kann es nicht abwarten bei den German Friendships in Herford zu starten. „Tony ist jetzt sieben und wird hier auch demnächst reiten“, bestärkt ihn seine Mutter Helena. Sie kann ihrem Sohn zwar nicht direkt zum Lügen raten, aber die in Deutschland geltende Hürde, dass man erst mit acht Jahren bei Springprüfungen starten darf, findet sie auch hinderlich. „Tony springt schon sehr gut.“

Denis Lynch gewinnt Thomas Henry Champions Trophy

Denis Lynch und Double O Seven haben die Thomas Henry Champions-Trophy bei den Sparkassen German Friendships in Herford gewonnen. Fehlerfrei in 31,01 Sekunden siegte der Ire im Stechen gegen Jana Wargers, die mit Cornet’s Dream W ebenfalls fehlerfrei geblieben war, aber 31,67 Sekunden für den Parcours brauchte. „Ich dachte mir schon, dass es schwer würde Denis noch einzuholen“, setzte die Amazone vom RV Greven mit ihrer Schimmelstute auf Sicherheit und enge Wendungen, aber verzichtete auf den ganz großen Galopp zwischen den Hindernissen. Damit entging ihr auch der Stübben-Sattel als Sieger-Preis. „Kann ich immer gebrauchen“, freute sich dafür der 39 Jahre Ire.Einleitung

Tipps von den Top-Reitern

Die Sturm-Böe über dem Springplatz an den Bexter Höfen entsprach der Gemütslage der Akteure beim Top Ten Training, mit dem die Sparkassen German Friendships 2015 am Mittwoch in Herford sportlich eröffnet wurden. Olympia-Reiterin Janne Friederike Meyer unterbrach ihren Unterricht, weil kurz auffrischender Wind einige Hindernisse im Parcours umwarf. „Das ist spannend auch für die Trainer, wenn man alle Reiter zum ersten Mal sieht und manche auch ihre Pferde noch gar nicht kennen.“

Gasteltern als Unterstützer auf Zeit

Eltern auf Zeit sind viele aus der German Friendships Familie für die Gäste beim internationalen Springturnier in Herford. Die Herforderin Petra Quellmalz organisiert dieses besondere Netzwerk seit etlichen Jahren. „Unsere Gastfamilien zeigen, wie wir leben und wie wir mit Pferden leben“, betont Ulrich Meyer zu Bexten als Hausherr.

Usbekisch müsste man können

Spricht hier jemand Usbekisch? Ein babylonisches Sprachwirr herrschte am Dienstag bei der Eröffnung der Sparkassen German Friendships in Herford, wo 98 Kinder und Jugendliche aus 30 Ländern der Welt jetzt eine Woche lang gemeinsam reiten unter dem Motto „Friendships, not Championships“.

Usbekistan ist zum ersten Mal vertreten bei diesem internationalen Springturnier, und Okilkon Sobirjonov hat es ganz besonders schwer. Er versteht nämlich kein Wort. Der jüngere Azizov Temur (13) kann wenigstens etwas Englisch und vermittelt. Am Ende der Woche werden sie mehr wissen über Reiten und Leben in Deutschland.

Pferde und andere Arbeitgeber

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Die Diakonische Stiftung Wittekindshof sagt „Danke“. Auch diesmal ist sie eingeladen, an den German Friendships mitzuwirken. Das freut besonders die Frauen und Männer im Therapeutischen Reiten. Gemeinsam mit ihren Reitpädagogen geben sie bei einer Vorführung wieder einen kleinen Einblick in die Qualität ihrer  Arbeit. Das bedeutet Anerkennung und Ansporn. Dazu kommt, dass die Vielfalt und Buntheit der German Friendships immer ein großartiges Erlebnis ist.

Karriere-Start in Herford - Von den Friendships zur Weltmeisterschaft

Oliver Lazarus

Er ist der Super Star der German Friendships: Mit 17 aus Südafrika zu den Teamspringen nach Herford gekommen, inzwischen bei zwei Weltmeisterschaften der Springreiter dabei gewesen und jetzt zehn Jahre später selbständig im internationalen Springsport mit einem Stall in Belgien. Die Karriere von Oliver Lazarus ist bemerkenswert. Und in Herford hat alles begonnen!

Die Generation wechselt – das Motto bleibt

Herford ist nicht der Nabel der Welt, doch alle zwei Jahre, wenn die Familie Meyer zu Bexten zu den „German Friedenships“ einlädt, ist die Reiterjugend der Welt in der beschaulichen 65.000-Einwohnerstadt an der Werre zu Gast. 2015 wird das Freundschaftsturnier des internationalen Reitsports schon zum neunten Male ausgetragen. „Wir haben uns ständig nach vorn entwickelt. Mittlerweile waren Sportler aus über 60 Ländern der Welt bei uns,“ freut sich Juniorchef Lars Meyer zu Bexten über die positive Ausrichtung. „Friendships- not championships“ lautet auch diesmal das Leitmotiv. Für sechs Tage wird über dem schmucken westfälischen Meyerhof der Bextens ein Hauch  olympischen Geistes einziehen. Der Sport gerät als Mittel zum verbindenden Zweck. „Über allem steht der Freundschaftsgedanke,“ verdeutlicht Lars Meyer zu Bexten. „Das war immer so und wird auch so bleiben.“

Die Geschichte von Vicky und Muaz

Die junge Frau ist 21, Muaz Al-Halabi zählt 20 Lenze. Die eine steht als Tochter einer bekannten Politikerin und eines Unternehmers auf der Sonnenseite des Lebens, der andere hat jäh die dunklen kriegerischen Schatten des Daseins kennengelernt. Was beide verbindet, ist die Liebe zum Pferd. Und dass aus sportlichem Teamwork eine echte und lang anhaltende Freundschaft werden kann, dafür haben die German Friendships 2011 in Herford gesorgt. Muaz' Teilnahme am Jugendturnier auf dem Hof der Familie Meyer zu Bexten sollte sich für den jungen Mann aus Syrien schon ein Jahr später wie ein Sechser im Lotto auszahlen.  

Shetland-Ponys: Klein aber ganz groß

Klein – aber oho. Shetland-Ponys kommen ganz groß raus bei den Sparkassen German Friendships in Herford.
Am Sonntag, den 02. August treffen sich auch Ponyfreunde aus ganz Deutschland auf dem Bexter-Hof. Das internationale Springturnier ist eine Station der Interessengemeinschaft Shetland auf ihrer „IGS-Tour“, die mit dem Finale in Bad Harzburg endet. In Herford sind wertvolle Punkte zu holen. Rund 100 Starter werden erwartet, keiner größer als 1,07 m hoch. Am Start sind auch Mini-Shetties, die nicht höher als 87 cm sein dürfen.

4 von 5 Bundestrainern werden das Darboven Top Ten Training am Mittwoch, den 29.07.2015 unterstützen!!!

Neben Bundestrainer Heinrich-Herrmann Engemann werden auch die Nachwuchs-Bundestrainer Markus Merschformann (Junioren & Junge Reiter), Eberhard Seemann (Children) und Peter Teeuwen (Ponys) unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer perfekt auf die bevorstehenden Friendships-Springprüfungen vorbereiten!

Darboven Top Ten Training: Profireiter

...und noch weitere super Neuigkeiten zum Darboven Top Ten Training:

 Wir dürfen Euch stolz verkünden, dass die international top erfolgreichen Reiter Janne Friederike Meyer, Eva Bitter, Lars Nieberg, Markus Beerbaum und Andre Sakakini zugesagt haben und sich auf die Trainingseinheiten freuen!

Bexter Globe

Bexter Globe

Der Bexter Globe ist das Wahrzeichen der German Friendships und symbolisiert die Verbindungen zwischen Reitern über die Grenzen ihrer jeweiligen Heimatländer hinaus.

Wie Ihr wisst, stehen Hufeisen für Glück, die Verbindungen der einzelnen Eisen miteinander symbolisieren Zusammengehörigkeit und verschmelzen zu einer Einheit.

Internationale Reiter-Begegnung in Herford:
Der German Friendships Gedanke wird nicht alt

„Wir werden ein sportlich erstklassiges Starterfeld haben“, freut sich Lars Meyer zu Bexten, Turnierleiter der Sparkassen German Friendships, die vom 28. Juli bis 2. August in Herford stattfinden. Titelträger von der Weltmeisterschaft der Kinder und den Youth Olympics in China kommen zu dem internationalen Reitturnier auf dem Bexterhof. Springsport vom Feinsten ist damit garantiert, „aber unsere Philosophie von Friendships - not Championships bleibt unverändert.“

Jetzt kommt Braun Nummer vier

Ein Braun kommt selten allein, und ohne sie wären es keine richtigen German Friendships. Schon zum fünften Mal fährt in diesem Jahr Familie Braun aus Wolfstein (Rheinland-Pfalz) zu den Sparkassen German Friendships nach Herford. Als Viertes von fünf Kindern ist in diesem Jahr der jüngste Sohn der Familie am Start. Gestatten: Felix-Maximilian, 15 Jahre alt.

Felix-Maximilian hat drei reitende Schwestern. Mit ihnen fuhr er bereits 2005 das erste Mal nach Herford. Eine rechte Vorstellung hatte seine Familie damals nicht von diesem besonderen Turnier. Es war zum ersten Mal zufällig erwähnt worden in einem Gespräch zwischen Maximilians Vater, Gerhard Braun, und Dr. Reinhard Göhner, im Förderverein Mitveranstalter der Sparkassen German Friendships. Als Dr.Göhner hörte, dass die drei Braun- Töchter Bettina, Julia und Luisa Springen reiten, lud er die Familie spontan ein, nach Herford zu kommen. Begeistert von dieser Einladung, freuten sich alle auf das Turnier...

Die Geschichte des Bexter Hofes

Ob wohl Conradus de Bekeseten sich hätte vorstellen können, dass auf seinem Hof einst ein internationales Springturnier stattfinden wird, als er im Jahr 1219 den Boden seiner Ackerflur beschwerlich mit Pferd und Pflug aufbrach? Zu seiner Zeit gab es wohl nicht mal Karten, geschweige denn eine Vorstellung von den fernen Ländern, aus denen die Reiter heute anreisen.

Der Name des fränkischen Leibeigenen Conradus de Bekeseten ist der älteste überlieferte Name der Familie Meyer zu Bexten, den der Hobby-Ahnenforscher Dr. Jobst Heinrich Meyer zu Bexten in Jahren mühseliger Forschung in den staubigen Folianten des münsterschen Landesarchivs finden konnte. Alte Legenden aber glauben zu wissen, dass die Wurzeln der ostwestfälischen Familie weit tiefer im Sande Herfords stecken: Wehrhafte Vorfahren der Familie haben womöglich schon im achten Jahrhundert im Sold Karls des Großen den sächsischen Kriegsherren Widukind in Schach gehalten. Aber seit damals ist viel Wasser die Werre hinuntergeflossen – und so mancher Stein auf dem Hof von den fleißigen Händen der Familie versetzt worden.

In den zahlreichen Urkunden und mittelalterlichen Dokumenten, die von der wechselhaften Vergangenheit des Hofes berichten, tauchen verschiedene Schreibweisen des Namens auf. Man liest dort von Bykeseten, Bekeseten und ähnlichem. Der Name „zu Bexten“ stammt jedenfalls von diesen altdeutschen Schreibweisen, die soviel heißen wie: Die am Bach...

Daniel Chen: Reitsport in Malaysia

Einer der Teilnehmer der German Friendships 2013 berichtet aus seinem Leben als Reitsportler in Malaysia. Daniel Chen, damals 17 Jahre alt, lebt in Kuala Lumpur. Er hat mit neun Jahren zum ersten Mal auf einem Pony gesessen als sein Vater ihn in einen Club mitnahm. Inzwischen hat er ein eigenes Pferd, eine Holsteiner Stute von Quite Capitol. Sie heißt Quinta.

Quinta ist untergebracht in einem Reitsport-Zentrum 45 Minuten außerhalb der Stadt. Es gehört der Familie Ambak. Deren drei mittlerweile erwachsene Kinder haben selbst große sportliche Ambitionen, sind schon bei den Asien Spielen gestartet und haben dort Medaillen gewonnen. Dahin will Chen ebenfalls, und die Ambaks helfen ihm dabei. „Sie geben mir viele gute Tipps.“  

Chen hat einen Pfleger, der sich um sein Pferd kümmert. Das ist völlig normal in Malaysia. Chen reitet an sechs Tagen der Woche, jeweils zwei bis drei Pferde. Kein Wunder, dass er sagt: „Andere Hobbys habe ich nicht.“  In Malaysia trainiert er mit Andika Jamaludin, aber er war auch schon in  Hamburg. Dort hat er beim Dänischen Meister, Lars Bak Andersen,  geritten, der einige Reiter aus Malaysia betreut.

Malaysia ist kein Land, wo der Reitsport zu Hause ist. Aber es gibt mindestens ein oder zwei Turniere jeden Monat, meistens in der Nähe der Hauptstadt Kuala Lumpur. Ganz berühmt ist ein Fünf-Sterne-Springturnier mit internationalen Reitern und es gibt eine Qualifikation für den Weltcup im Bereich Südostasien und für Junge Reiter eine Südostasien-Meisterschaft. Darüber hinaus werden auch internationale Begegnungen arrangiert, und so ist Chen nach Herford gekommen. „Ich habe bei einem Jugendturnier in Bangkok in Thailand mitgemacht und habe dort Reiter aus Hong Kong getroffen, die schon einmal in Herford gewesen sind. Die haben mir davon vorgeschwärmt, und ich habe mich beworben und wurde eingeladen.“

Ein bisschen nervös war Chen, bevor er damals nach Herford kam: „Es ist das erste Mal,  dass ich in Europa auf einem Turnier mit einem fremden Pferd starte, überhaupt mein erstes Turnier in Europa.“ Aber er hat sich gut geschlagen, und hatte definitiv eine tolle Zeit bei den German Friendships!

Ein Name - viele Hüte

Dieser Hut! Das sagen sie alle, die Pedro zum ersten Mal sehen. In Herford sind das allerdings nicht viele, denn er ist seit den ersten German Friendships 1999 jedes Mal dabei. Die Freundschaft zu Hausherr „Ulli“ begann schon 1977 in Kanada, wo Meyer zu Bexten in Spruce Meadows am Start war.

Selten genug, dass ein Mann weltweit an einem modischen Accessoire erkannt wird. Aber Pedros Hüte sind wirklich unvergesslich. Zylinder in allen denkbaren Farben und Verzierungen, nicht selten schrill wie der „Hühnerhut“ von den German Friendships 2007 und manchmal Teil eines Themen-bezogenen Outfits wie etwa in Leipzig beim Vierfach-Weltcup 2011. Da trug er Perücke statt Hut und sah aus wie Johann Sebastian Bach.

Was soll ich anziehen? Das wird reiflich überlegt und jeden Tag neu und immer wieder anders entschieden. „Je nach Laune nehme ich immer genug Kleidung und Hüte mit auf Tournee“, verrät der Mann, den jeder Turniergänger kennt. Kleines Gepäck, das ist nichts für Pedro. Und eine kleine Rolle wie „Steward“ auch nicht. Pedro hat ein Berufsbild für sich kreiert und einen eigenen Namen dafür gefunden. Er ist „Ringmaster“, und wer ihn einmal im Einsatz erlebt, der weiß, was das ist: Er bringt Reiter pünktlich dorthin, wo sie laut Starterliste und Einsatzplan der Fernsehstation zu sein haben, er überbrückt...