Gasteltern als Unterstützer auf Zeit

Eltern auf Zeit sind viele aus der German Friendships Familie für die Gäste beim internationalen Springturnier in Herford. Die Herforderin Petra Quellmalz organisiert dieses besondere Netzwerk seit etlichen Jahren. „Unsere Gastfamilien zeigen, wie wir leben und wie wir mit Pferden leben“, betont Ulrich Meyer zu Bexten als Hausherr.

Die Konstellationen sind dabei immer unterschiedlich. Die Familie Keppelhoff-Niewerth aus Velen hat sich eine Ferienwohnung in Bad Salzuflen genommen und dort auch Azizov Temur aus Usbekistan als Ziehsohn mit aufgenommen. Der 14jährige reitet im Team mit ihrem eigenen Sohn Josef. „Ein netter Junge“, sagt Birgit  Frau Keppelhoff-Niewerth schon am ersten Tag über ihren Familienzuwachs. „Eisbrecher“ ist neben den zwei Pferden der Familie vor allem der Dackel Trixie, den Temur schon ins Herz geschlossen hat. „Zu Hause habe ich auch einen Hund, aber einen ganz großen.“

Bruno und Gabriele Vehmeier aus Herford sind keine „Pferdeleute“, aber schon zum dritten Mal Gasteltern. In diesem Jahr wohnen die deutschstämmige Mexikanerin Nicole Meyer und Alisha Nair aus Singapur in ihrem schmucken Gästehaus mitten in der Stadt. „Wenn es die Zeit erlaubt, zeigen wir den Beiden auch mehr von Herford und seiner Geschichte“, machen die Gastgeber schon Pläne.

Ina Bohlmeier aus Vlotho wird für touristische Unternehmungen keine Zeit haben. Ihre Familie beherbergt Marie Baumgart aus Verden, ein deutsches Kind, das mit zwei Pferden angereist ist und eine Team-Partnerin aus Puerto Rico beritten macht. „Marie muss sich ja um ihre Pferde kümmern und deshalb mache ich vor allem Frühstücks- und Fahrdienst“, erklärt die Gastmutter, die zwei eigene Kinder in regionalen Prüfungen am Start hat. Dass sie diesen „Job“ gut macht, hat ihr auch schon eine frühere Tochter auf Zeit bescheinigt. Sie hat ihr einen Präsentkorb überreicht „für die beste Gastmama der Welt.“ Ina Holmeier: „Da war ich schon stolz.“ Sie erinnert sich an ein Highlight: „Unsere beiden Gastkinder beim vorigen Mal waren in einem gemeinsamen Team und haben ihre Tour gewonnen. Das war auch etwas ganz Besonderes und als „Reitermutter“ kann man das ja auch extra intensiv nachfühlen.“ Sie schließt enthusiastisch. „Wir sind  gerne Gasteltern.“

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29.07.2015