La Ola Welle für die Ministerin

Der Ringmaster hatte die La Ola Welle schon einstudiert, aber die Bundesministerin verlieh den letzten Schliff. Schirmherrin Ursula von der Leyen hatte die Regie bei der Eröffnung der Sparkassen German Friendships 2015 auf den Bexter Höfen. „Schneller, lauter, jetzt winken“, brachte sie die Kinder und Jugendlichen in der Arena auf Touren und fesselte dabei  die Zuschauer gleichermaßen mit ihren in drei Sprachen zelebrierten Entertainer-Qualitäten.inleitung

Bunt und sportlich wie die ganze Turnierwoche war dieser „Einmarsch der Nationen“. Begleitet von Zeremonienmeister Pedro in roter Hose und buntem Frack zog Ägyptens Carine Sourial als erste ein. Über hundert Kinder und Jugendliche folgten ihr, hinter ihrem Nationalitätenschild, Usbekistan als letztes vor der deutschen Delegation. Wie eine Polonaise um die ganze Welt wechselten die musikalischen Klänge, zu denen getanzt, gehüpft, geschritten oder marschiert wurde. Farbenfrohe Landestracht oder Reitzeug – nicht nur die die beiden amerikanischen Reiterinnen hatten die Turnierkleidung in Landesfarben aufgepeppt.

Lars Meyer zu Bexten, der zum ersten Mal die Turnierleitung von seinem Vater Ulrich übernommen hat, begrüßte die Teams, die am Dienstag aus deutschen und ausländischen Partnern geformt wurden, und die jetzt bis Sonntag gemeinsam reiten. „Verbunden durch die Liebe zum Pferd, in Niederlagen unterstützen und Siege gemeinsam feiern“, erläuterte er das Turnier-Motto „Friendships, not Championships“ bevor er das Mikrofon an die Schirmherrin übergab.

Die Gäste mit Fahnen umringten den Bexter Globe, der seit dem ersten Turnier 1999 zum Symbol des Freundschaftsturniers geworden ist: Eine Weltkugel aus Hufeisen, mitgebracht von Teilnehmern aus aller Welt und von berühmten Pferden, wie sie auch die Olympiareiter schon geritten haben, die als Trainer in Herford gewesen sind. In guter olympischer Tradition rief die Ministerin „I declare the Games open“ und die Kinder legten ihre Hufeisen ab, die den Globus noch größer wachsen lassen werden. „Das bringt Glück“, versprach die Ministerin.

Die ersten glücklichen Sieger wurden bereits gefeiert. Das Auftaktspringen gewann die deutsch australische Kombination aus Leo Büscher (Herbede) und Jamie Priestley. Noch mehr als die Siegerin freute sich ihr Großvater Warren. Als die Enkelin nach Rückkehr von ihren ersten Friendships zu Hause von ihren Erlebnissen geschwärmt hatte, beschloss er spontan. „Beim nächsten Mal fliege ich mit.“ Es hat sich gelohnt. Im zweiten Teamspringen waren Vicky Venschott (Greven) und Martina Franco Stephan aus Mexico die schnellsten. „Meine Partnerin war richtig gut“, loben sich die beiden gegenseitig. Die Partnerschaft funktioniert.

 

 


31.07.2015